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Bin ich nur vergesslich oder habe ich schon Alzheimer?
Wenn mindestens zwei der fünf Fragen mit JA beantwortet werden, sollten Sie einen Facharzt (Psychiater oder Neurologe) aufsuchen oder eine Alzheimer-Risikodiagnostik durchführen lassen. Alzheimer-Risikodiagnostik mit Magnetresonanztomografie Was ist Hirnvolumenvermessung? Was können Sie von der Untersuchung erwarten? Eine Alzheimer-Risikodiagnostik mit Magnetresonanztomografie ist sicher und schont den Körper Die Alzheimer Krankheit macht sich bereits lange vor ihrem eigentlichen Ausbruch durch Veränderungen im Gehirn bemerkbar. Durch moderne Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) können auch kleinste Veränderungen im Gehirn durch eine Hirnvolumenvermessung aufgespürt werden.
Sie sehen in der Abbildung oben MRT-Aufnahmen von einem gesunden Hirn (links) und einem Hirn, das schon deutliche Zerfallserscheinungen aufweist. Nicht immer sind diese Zerfallserscheinungen so offensichtlich (Unterster Pfeil deutet auf den Bereich des Hippocampus). Durch präzise Vermessung des Hirnvolumens können in der Regel schon Zerfallserscheinungen in einem sehr frühen Stadium nachgewiesen werden.
Was ist Hirnvolumenvermessung? Jeder Mensch verliert mit zunehmendem Alter langsam an Hirnsubstanz. Dieser Prozess gesunden Alterns ist in der Regel "nur" mit einer Verlagerung von Stärken und Schwächen der geistigen Leistungsfähigkeit verbunden. Ganz anders im Falle der Alzheimerschen Krankheit: Hier kommt es zu einem ganz erheblich beschleunigten Verlust von Hirnsubstanz, der schließlich zur Demenz führen kann.
Bis es bei Betroffenen zu Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit kommt, ist schon verhältnismäßig viel (graue) Hirnsubstanz verloren, da das Gehirn den Verlust sehr lange kompensieren kann. Die Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn beginnen in der Regel Jahre vor dem Auftreten erster milder Symptome. Eine genaue Messung der Hirnsubstanz ermöglicht den frühen Nachweis altersuntypischer Abbauprozesse und somit die Früherkennung noch vor dem Auftreten von Symptomen. Besonders aussagekräftig ist die Volumenbestimmung der Hirnsubstanz, wenn sie in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Durch direkten Vergleich mit Voruntersuchungen können kleine Veränderungen noch zuverlässiger nachgewiesen werden, was zu einer besseren Früherkennung einer eventuellen Alzheimer-Erkrankung führt.
Was können Sie von der Untersuchung erwarten? In den überwiegenden Fällen ist das Hirnvolumen normal. Eine Alzheimer-Demenz kann für die nächsten Jahre mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Sollte der Patient über subjektive Gedächtnisstörungen und Leistungseinbußen klagen, liegt die Ursache nicht in einer sich ankündigenden Alzheimer-Erkrankung. In aller Regel kann dem Patienten durch ein individuelles Therapieangebot geholfen werden. Oft verschwinden die Störungen wieder.
In wenigen Fällen finden wir einen Abbau von Hirnsubstanz, der über das altersübliche Maß, hinausgeht. Hier könnte eine degenerative Erkrankung die Ursache für den beschleunigten Abbau sein. Die Abklärung erfolgt durch einen Facharzt, der ergänzende Untersuchungen durchführt. Da sich die Krankheit noch in einem frühen Stadium befindet, kann das ganze Spektrum an therapeutischen Optionen ausgenutzt werden. Die verfügbaren Medikamente wirken in der Frühphase am besten und können die Krankheit um mehrere Jahre verzögern.
In seltenen Fällen kann keine eindeutige Aussage getroffen werden. Dann ist eine Verlaufskontrolle nach 6 bis 12 Monaten angeraten. Damit kann präzise die Veränderung der Hirnvolumina zwischen den Untersuchungen bestimmt werden, was die Empfindlichkeit der Untersuchung weiter erhöht. Spätestens zum Zeitpunkt der Nachfolgeuntersuchung ist eine eindeutige Aussage möglich. Verlaufskontrollen dienen auch der Überprüfung, ob das eingenommene Medikament seine Wirkung erzielt und den Zerfallsprozess aufgehalten hat.
Eine Alzheimer-Risikodiagnostik sollte nur in einem zertifizierten Zentrum durchgeführt werden Das computergestützte Verfahren zur Hirnvolumenvermessung wurde als Medizinprodukt gemäß der europäischen Richtlinie 93/42/EWG und dem deutschen Medizinproduktgesetz zugelassen. Es wird nur auf Daten angewendet, die von radiologischen Zentren stammen, die einen Zertifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen haben. Dieser beinhaltet die Anpassung der Bildakquisition auf die Bildanalyse und die Erstellung einer spezifischen Normaldatenbank von gesunden Probanden.
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